Tagfalter Sachsen 2.0 erschienen
veröffentlicht am 18.03.2018 von Matthias N

App für Android völlig neu programmiert und mit neuen Features

Die App Tagfalter Sachsen 1.0 ging im Jahr 2016 für Android, iPhone und Windows Phone an den Start. Sie bietet eine interaktive Artbestimmung von Tagfaltern, Artsteckbriefe und die Möglichkeit, Beobachtungen an Insekten Sachsen zu melden.

Die interaktive Artbestimmung basiert auf den Merkmalskomplexen Vorderflügellänge, Flügelform sowie Muster und Farben von Flügelober- und -unterseite und ist auch für Einsteiger verständlich. Die Auswahl von Merkmalen erfolgt über eine UND-Funktion, so dass mit jedem ausgewählten Merkmal die Ergebnisliste eingeschränkt wird. Diese enthält Vorschaubilder der Falter, über die man in die Artsteckbriefe gelangt.

In den Artsteckbriefen kann das Bestimmungsergebnis noch einmal überprüft werden. Sämtliche Informationen dazu werden auf Insekten-Sachsen.de gepflegt und aktualisiert. Dazu gehören der deutsche und wissenschaftliche Name, das Ampelsystems, welches den technischen Schwierigkeitsgrad bei der Artbestimmung signalisiert, die Fotos, die Diagnose mit Unterscheidung von ähnlichen Arten sowie Angaben zum gesetzlichen Schutz und der Roten-Liste-Kategorie. Über einen Link kann man weitere Informationen auf Insekten-Sachsen.de erhalten. Ein Button führt zu einer weiteren wichtigen Funktion der App, die Fundmeldung.

Die Fundmeldung nutzt das GPS-Modul für die automatische Georeferenzierung. Das Datum ist automatisch voreingestellt, so dass man nur die Felder Fundort und Anzahl manuell bedienen muss. Zusätzliche Informationen können in einem Bemerkungsfeld erfasst werden. Fotos können zuvor aufgenommen und aus dem Fotoarchiv oder aber direkt aufgenommen und angehängt werden. Mit dem Absenden gelangen die Fundmeldungen auf Insekten-Sachsen.de und werden dort von Spezialisten geprüft, insbesondere auf die korrekte Artbestimmung anhand der angehängten Fotos.

Die Version für Windows lief leider nicht einwandfrei und aufgrund des geringen Marktanteils von WindowsPhone haben wir die Weiterentwicklung dieser Version schließlich eingestellt. Mit den Versionen für Android und iPhone konnten wir aber viele Erfahrungen sammeln, die in die neue, am 9. März 2018 erschienene Version mündete.

Die Version 2.0 wurde völlig neu programmiert. Installation und Nutzung laufen richtig flott. Die Merkmalsliste für die interaktive Artbestimmung wurden verschlankt: alle Merkmale, die nur für eine Art kodiert waren, wurde eliminiert. Bei der Vorderflügellänge ist es jetzt möglich, auch zwei Größenklassen auszuwählen, was über eine ODER-Funktion arbeitet, da die Einschätzung bei den geringen Unterschieden oft nicht richtig ausfiel. Die Ergebnisse kann man sich wahlweise als genaue Treffer oder absteigend nach den am meisten zutreffenden Merkmalen anzeigen lassen. Bei der Fundmeldung kann bei abgeschalteter Ortungsfunktion die Lokalisierung auch manuell erfolgen. Die Fundmeldungen können als Entwurf gespeichert und nachbearbeitet werden. Auf allen Seiten der App wurde zudem eine kontextsensitive Hilfefunktion eingeführt.

Tagfalter Sachsen 2.0 ist auf Google Play frei verfügbar. Die App wurde im Rahmen des Projektes „Puppenstuben gesucht – Blühende Wiesen für Sachsens Schmetterlinge“ entwickelt. (mn)
Importmodul "LeSR" ist online
veröffentlicht am 30.11.2017 von Matthias N

Das Modul „LeSR“ für einen regelbasierten Import von Vorkommensdaten von Schmetterlingen in Deutschland ist programmiert und steht zur Anwendung im Login-Bereich zur Verfügung. Zunächst unterstützt LeSR die ACCESS-Anwendung InsectIS und wird zukünftig für weitere Systeme ergänzt. Der LeSR ist multiprojektfähig. Online-Projekte können funktional direkt mit Schmetterlinge Deutschland verbunden werden, derzeit sind dies Insekten Sachsen und Schmetterlinge Baden-Württemberg.
Nach einem ersten Datenupload ist LeSR in der Lage, spätere Änderungen an den lokalen Daten zu erkennen und dann nur die Änderung an Schmetterlinge Deutschland weiterzugeben. Über ein Aufgabensystem kann effizient mit den jeweiligen Artgruppenexperten kommuniziert werden.
Mit dem LeSR legen Nutzer selbst fest, in welchem Detailgrad sie Daten übermitteln. Mindestanforderungen für einen Nachweis sind jedoch Artname, TK25 Nr., Jahr und Personenname.
Beim Import erfolgt eine Qualitätsprüfung von Nomenklatur, Personennamen, Fundorten, Nachweisen, Dubletten und bekannten Falschmeldungen sowie die Vergabe eindeutiger IDs. (mn)